Baukultur

Die Projektgruppe Baukultur ist aus einem Kreis von Mitgliedern entstanden, die sich im Jahr 2016 mit der Zielsetzung zusammen gesetzt haben, Ideen für ein "Kulturzentrum" für Bremervörde zu entwickeln. Nach einer Raum- und Zeitbedarfsumfrage unter Bremervörder Vereinen und Organisationen ergab sich, dass nur ein großes Gebäude oder eine gegliederte Struktur (z.B. zwei Gebäude) diesem Bedarf genügen würde. Schnell entwickelte sich der Gedanke eines Kultur- und Begegnungszentrums; dieser Gedanke wurde vielfach in der Presse veröffentlicht.

Im Zusammenhang mit der Innenstadtgestaltung ab 2017/18 erweiterte sich diese selbst gestellte, eng gefasste Zielsetzung um den Aspekt, dass die aktuellen Planungen der Stadt Bremervörde eine umfassendere Betrachtung erfordern als nur die Errichtung eines solchen Zentrums. Dieses gliedert sich letztlich in ein städtebauliches Gesamtkonzept ein. Vielmehr geht es der nunmehr kompetent erweiterten Gruppe um eine Stadtentwicklung, die sich an städteplanerischen und baulichen Qualitätsmerkmalen zu orientieren habe. Es geht um Baukultur.

Die Projektgruppe Baukultur wird mit Informations- und Diskussionsveranstaltungen die weitere Entwicklung der Stadt begleiten - und darin integriert die Errichtung eines Kultur- und Begegnungszentrums nicht aus den Augen verlieren.

Einen Tag vor der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung übergab die Projektgruppe Baukultur im Kultur- und Heimatkreis e.V. die gesammelten Unterschriften, die sich gegen die übereilte Verabschiedung des Bebauungsplans wenden.
uebergabe unterschriften1Nur ca. drei Wochen lagen die Unterschriftslisten in einigen Geschäften aus, die sich in der Nähe des Rathausmarktes befinden. Innerhalb dieser kurzen Zeit trugen sich rund 400 Bürgerinnen und Bürger ein - und es hätten nach Aussage einiger Geschäftsinhaber mehr werden können, wenn man noch mehr Listen zur Verfügung gestellt hätte.
Am Mittwoch Vormittag übergaben zwei Vertreter der Projektgruppe, Burkhard Suter und Manfred Bordiehn, der Stadt Bremervörde diese Listen. Es ist jetzt die Sache von Verwaltung und Politik, die besorgten Anliegen ihrer Bürgerinnen und Bürger ernsthaft und glaubwürdig zu beantworten. Dies ist insbesondere die Aufgabe des am Donnerstag, den 09.08.2018 um 14.30 Uhr im Rathaus tagenden Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung.

Die Projektgruppe Baukultur im Bremervörder Kultur- und Heimatkreis e.V. hat abschließend über ihre Stellungnahme zum ausgelegten Entwurf des Bebauungsplanes für das „Kammann-Gelände“ beraten. Diese Stellungnahme wurde fristgerecht am Montag (16.07.2018) bei der Stadt Bremervörde eingereicht.


Parallel zu der Erarbeitung einer detaillierten Stellungnahme haben bisher auf Anregung des Bürgermeisters Detlev Fischer klärende Gespräche stattgefunden. An diesen Gesprächen nahmen neben Fischer die Architekten Lothar Tabery, Norbert Behrens und beim zweiten Treffen auch Peter Kranzhoff (Entwicklung des Rahmenplans für die Innenstadt) teil.


Die Gespräche hatten im Wesentlichen architektonische Lösungsansätze zum Thema, um letztlich eine sich in das Stadtbild einfügende Gestaltung des geplanten Gebäudes zu verwirklichen. Sowohl diese Ideen als auch die Tatsache, dass offensichtlich in vertrauensvoller Atmosphäre ein ergebnisorientierter und produktiver Gedankenaustausch stattfinden konnte, wurde von den Projektgruppen-Mitgliedern mit großer Zustimmung angenommen. Schließlich wurde hiermit ein Teil der mit der Informationsveranstaltung im Mai 2018 erhofften Diskussion unter den Beteiligten verwirklicht.


Unabhängig davon wurde eine Stellungnahme zum öffentlich ausgelegen Bebauungsplanentwurf erarbeitet, die auf eine Klärung der sich nach Prüfung durch die KuH-Projektgruppe ergebenden bauplanungsrechtlichen Fragen drängt. Nur diese Eingabe hat letztlich formal wirksame Konsequenzen, die auf eine Änderung der geplanten Festsetzungen im ausgelegten B-Plan-Entwurf hinwirken und bindende Wirkung für die tatsächliche Bebauung haben werden. Diese Stellungnahme nimmt wichtige Anregungen und Bedenken der Bremervörder Bürger aus der damaligen Diskussion auf und liegt jetzt der Stadt Bremervörde vor. Die Stellungnahme kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Damit die Bremervörder Bürger ihre Unterstützung für diese Stellungnahme zum Ausdruck bringen können, liegen ab 18.07.2018 in verschiedenen Geschäften im Stadtgebiet Unterschriftenlisten aus. Diese werden rechtzeitig vor der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 09.08.2018 eingesammelt und bei der Stadt Bremervörde eingereicht.

Die Neuordnung des Bremervörder Rathausmarktes ist die gegenwärtig wichtigste städtebauliche Aufgabe der Stadt Bremervörde. Es ergibt sich jetzt die einmalige Gelegenheit einer durchgreifenden Gestaltungsverbesserung dieses zentralen Ortes der Stadt. Der Bremervörder Kultur- und Heimatkreis (KuH) hat sich dieser Fragestellung angenommen und lädt die Bremervörder Bevölkerung und weitere Interessierte ein, sich am Dienstag, den 15.Mai 2018, um 19 Uhr im Hotel Daub über wichtige Kriterien städtebaulicher Gestaltung zu informieren und zu diskutieren. Der Eintritt ist frei.